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Arbeitsmarktanalyse

Ab 2026: Geringfügiger Zuverdienst zum Arbeitslosengeld (ALG) & zur Notstandshilfe stark eingeschränkt

TaxFinder RedaktionInsights für die Steuerwelt26.10.20252 min Lesezeit
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Ab 1. Jänner 2026 ist ein geringfügiger Zuverdienst neben ALG oder Notstandshilfe grundsätzlich nicht mehr erlaubt. Nur wenige gesetzliche Ausnahmen lassen eine geringfügige Beschäftigung zu – teils befristet (26 Wochen), teils unbefristet (z. B. ab 50 Jahren oder mit anerkanntem Behindertenstatus). Wer am 1. 1. 2026 bereits geringfügig beschäftigt ist, muss – wenn keine Ausnahme zutrifft – die Tätigkeit spätestens bis 31. 1. 2026 beenden, sonst gilt man rückwirkend nicht mehr als arbeitslos und verliert den Anspruch auf AMS‑Leistungen.

Was galt bis 31. 12. 2025?

Bis Ende 2025 durften Bezieher:innen von ALG oder Notstandshilfe unter der Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen, ohne dass sich das auf die Leistungshöhe auswirkte (2025: 551,10 € brutto/Monat; die Grenze wird jährlich angepasst).

Hinweis: Die Geringfügigkeitsgrenze wird jährlich valorisiert; maßgeblich ist der jeweils aktuelle Monatswert. Für 2025 beträgt er 551,10 €.

Welche Gruppen von Arbeitslosen dürfen geringfügig dazuverdienen?

Als Bezieher:in von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe können Sie ab 1.1.2026 nur dann noch mit einem geringfügigen Dienstverhältnis dazu verdienen, wenn auf Sie einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Nebenjob-Weiterführer:innen: Personen, die schon 26 Wochen lang neben ihrem vollversicherten Hauptjob durchgehend einen geringfügigen Nebenjob hatten und diesen nach Ende des Hauptjobs weiterführen.

  • Langzeitarbeitslose Personen: Menschen, die schon mindestens 365 Tage Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bekommen haben und danach für maximal 26 Wochen einen geringfügigen Job annehmen.

  • Langzeitarbeitslose Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr oder mit Behindertenstatus: Für Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind oder einen Behindertenstatus haben, gilt: Jene, die mindestens 365 Tage Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen haben, können eine geringfügige Beschäftigung annehmen, ohne ihre Ansprüche auf die Leistung zu verlieren.

  • Wiedereinsteiger:innen: Wer nach mindestens 52 Wochen Krankheit oder Reha langsam wieder ins Arbeitsleben zurückfindet, darf für bis zu 26 Wochen geringfügig arbeiten.

Sollten Sie in naher Zukunft eine geringfügige Beschäftigung aufnehmen, bedenken Sie bitte, dass etwaige, zu Beginn erhaltenen Bonuszahlungen („Signing Bonus“) sozialversicherungsrechtlich relevantes Einkommen darstellen und bei der Beurteilung der Geringfügigkeitsgrenze mitberücksichtigt werden!

Wie hoch ist die Geringfügigkeitsgrenze?

2025: 551,10 € brutto pro Monat. Der Wert wird jährlich angepasst; maßgeblich ist der jeweils gültige Monatswert

Gilt die 26‑Wochen‑Frist „pro Jahr“?

Nein. Das 26‑Wochen‑Fenster steht je Anwartschaft nur einmal zur Verfügung. Es startet mit dem ersten Tag der geringfügigen Beschäftigung.

Was passiert, wenn ich ab 1. 1. 2026 mehrere geringe Einkünfte habe (z. B. Mini‑Job + geringfügige Selbständigkeit)?

Diese werden zusammengezählt. Überschreiten sie die Geringfügigkeitsgrenze, gelten Sie in diesem Monat nicht als arbeitslos – AMS‑Zahlung entfällt.

Ich bin am 1. 1. 2026 schon geringfügig beschäftigt und beziehe ALG – was nun?

Trifft keine Ausnahme zu, muss die geringfügige Beschäftigung bis 31. 1. 2026 enden, sonst verlieren Sie den Status als arbeitslos ab 1. 1. 2026.

Ich falle nicht in eine der vier Personengruppen von Arbeitslosen, die geringfügig dazuverdienen dürfen - was bedeutet das für mich?

Sie haben die Möglichkeit, die geringfügige Beschäftigung bis 31.1.2026 zu beenden. Wenn Sie die geringfügige Beschäftigung im Laufe des Jänners beenden, erhalten Sie volles Arbeitslosengeld bzw. volle Notstandshilfe ab dem 1.1.2026.

Quelle: Arbeiterkammer - keine Rechtsberatung;

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