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Kanzleialltag

IT-Spezialist:in

Eine IT-Spezialistin oder ein IT-Spezialist ist eine Fachkraft, die Informationssysteme plant, einrichtet, betreibt und absichert; in der Steuerbranche betreut sie die Kanzleisoftware, deren Schnittstellen zu Banken, Behörden und Klienten sowie die Infrastruktur für mobiles Arbeiten.

Die Berufsbezeichnung ist nicht gesetzlich geregelt; üblich sind Ausbildungen an HTL, Fachhochschule oder Universität, oft ergänzt um Herstellerzertifikate, etwa für BMD, DATEV oder Microsoft. Größere Kanzleien und die Big Four beschäftigen eigene IT-Teams, kleinere arbeiten mit externen Dienstleistern; dazwischen entstehen Rollen wie Digitalisierungsbeauftragte, die zwischen Fachabteilung und Technik übersetzen.

Zu den fachlichen Anforderungen gehören die Aufbewahrungs- und Datenzugriffsregeln der BAO, die Verschwiegenheitspflicht der Wirtschaftstreuhänder (§ 80 WTBG 2017) und der Datenschutz nach der DSGVO: Klientendaten müssen verfügbar, unverändert und vor fremdem Zugriff geschützt bleiben.

Mit der Automatisierung der Buchhaltung wächst der Bedarf: Wer Schnittstellen, Datenflüsse und Prüfroutinen versteht, ist in Kanzleien inzwischen so gefragt wie Bilanzbuchhalter.

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