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Verrechnungspreise im Konzern: Methoden, Modelle & Anwendung
OECD-Methoden im Transfer Pricing sicher anwenden und umsetzen
ARS Akademie13. April 2027 · 09:00–13:00 UhrOnline
Überblick
Warum teilnehmen
- Verrechnungspreise zählen zu den sensibelsten Themen im Konzernsteuerrecht.
- Fehler bei der Bepreisung interner Leistungen führen schnell zu steuerlichen Risiken und Diskussionen mit der Finanzverwaltung.
- Eine saubere Methodik schafft hier Sicherheit.
Kursüberblick
Die Ermittlung von Verrechnungspreisen erfordert ein präzises Zusammenspiel aus Methodenwissen, funktionaler Analyse und regulatorischen Vorgaben. Unterschiedliche Tätigkeiten im Konzern – von Routinedienstleistungen über Produktion bis hin zum Vertrieb – stellen jeweils eigene Anforderungen an die Bepreisung.
Zentrale Grundlage bildet der Fremdvergleichsgrundsatz, der mithilfe von Methoden wie Kostenaufschlagsmethode, Wiederverkaufspreismethode oder TNMM in die Praxis umgesetzt wird. Die korrekte Einordnung der jeweiligen Funktion – etwa Low-Value-Services, Lohnfertigung oder risikobehafteter Vertrieb – entscheidet dabei über Margen und Bewertungsansätze.
Ein strukturierter Blick auf Funktionen, Risiken und Vermögenswerte (FAR-Analyse) ermöglicht eine fundierte Ableitung angemessener Verrechnungspreise. Benchmarking und Vergleichswerte liefern dafür die notwendige Grundlage.
Auch konzerninterne Finanzierungen rücken verstärkt in den Fokus. Die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital sowie die Ermittlung fremdüblicher Zinssätze zählen zu den zentralen Herausforderungen in der Praxis. Anforderungen aus den OECD-Verrechnungspreisrichtlinien, Dokumentationspflichten und Instrumente wie Advance Pricing Agreements (APA) sorgen für zusätzliche Sicherheit im Umgang mit steuerlichen Prüfungen.
Kursinhalte
1. Routinedienstleistungen im Konzernverbund
Abgrenzung Low-Value-Adding-Services nach OECD-Verrechnungspreisrichtlinien
Welche Tätigkeiten gelten als konzerninterne Routinedienstleistung?
Anwendbare Verrechnungspreismethoden: Kostenaufschlagsmethode (Cost Plus Method)
Festlegung angemessener Aufschlagssätze: Benchmarking & Vergleichswerte
Dokumentationsanforderungen gemäß OECD Transfer Pricing Guidelines (OECD)
2. Fertigungstätigkeiten im Konzern
Eigenfertiger vs. Lohnfertiger vs. Auftragsfertiger im Funktionsprofil
Funktions-, Risiko- und Vermögensanalyse (FAR-Analyse: Funktionen, Assets, Risiken)
Verrechnungspreismethoden: Kostenaufschlagsmethode vs. TNMM
Bestimmung eines fremdüblichen Aufschlags im Industrievergleich
Wie beeinflusst die Wertschöpfungstiefe die Preisgestaltung?
3. Vertriebstätigkeiten im Konzernverbund
Eigenhändler vs. Low-Risk-Distributor vs. Kommissionär
Anwendung der Wiederverkaufspreismethode (Resale Price Method)
Transaktionsbezogene Nettomargenmethode (TNMM) im Vertriebsvergleich
Margenermittlung unter Berücksichtigung funktionaler Risiken
Welche Rolle spielt das unternehmerische Risiko im Vertrieb?
4. Konzerninterne Finanzierungen & weitere Programmpunkte
Abgrenzung Eigenkapital vs. Fremdkapital im steuerlichen Kontext
Bepreisung konzerninterner Darlehen: Fremdvergleichsgrundsatz
Zinssatzermittlung: Marktvergleich & Kreditrating-Ansätze
OECD-Leitlinien zu Finanztransaktionen und Verrechnungspreisen
Advance Pricing Agreements (APA): Verbindliche Vorabverständigungen
Überblick: Dokumentationspflichten nach nationalem Steuerrecht (z. B. EStG)
Welche Anforderungen stellt die Finanzverwaltung an konzerninterne Finanzierung?
Zielgruppe
- Steuer- und Unternehmensberatung
- RechtsanwältInnen, RechtsberaterInnen
- Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder
- Führungskräfte und MitarbeiterInnen der Rechnungslegungs-, (Steuer-) Rechts und Controllingabteilungen von Unternehmen mit Auslandsbezug
Speaker

StB Dr. Stefan Haas
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