Bilanz
Die Bilanz ist die stichtagsbezogene Gegenüberstellung des Vermögens (Aktiva) und des Kapitals (Passiva) eines Unternehmens; sie zeigt, was dem Betrieb gehört und wie es finanziert ist, meist zum 31. Dezember.
Zur Bilanzierung verpflichtet sind Kapitalgesellschaften immer und andere Unternehmer ab einem Umsatz von mehr als 700.000 Euro in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren (§ 189 UGB). Form und Gliederung schreibt das UGB vor (§ 224 UGB); zusammen mit Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang bildet sie den Jahresabschluss (§ 193 UGB).
Die Bilanz ist eine Momentaufnahme: Sie sagt nichts über die Entwicklung des Jahres, dafür gibt es die Gewinn- und Verlustrechnung. Aus beiden leiten Kanzleien die steuerliche Gewinnermittlung ab, bei der die Mehr-Weniger-Rechnung das unternehmensrechtliche Ergebnis auf den steuerlichen Gewinn überleitet.
Die Erstellung der Bilanz ist eine Kernleistung von Steuerberatungskanzleien und selbständigen Bilanzbuchhaltern; die Prüfung größerer Abschlüsse ist den Wirtschaftsprüfern vorbehalten (§ 268 UGB).
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