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Fachbegriffe

Digitale Vertriebskanäle

Digitale Vertriebskanäle sind alle Wege, über die ein Unternehmen Waren oder Dienstleistungen online verkauft: der eigene Online-Shop, Marktplätze wie Amazon oder Etsy, Social-Media-Shops, App-Stores und Buchungsplattformen.

Umsatzsteuerlich bleibt der Händler Leistungserbringer, auch wenn der Marktplatz die Zahlung abwickelt; verkauft er an Privatkunden in anderen EU-Staaten, gilt ab 10.000 Euro unionsweitem Umsatz das Bestimmungslandprinzip mit Erklärung über den EU-One-Stop-Shop (§ 25a UStG). Plattformen gelten bei bestimmten Einfuhren aus Drittländern selbst als Lieferer (§ 3 Abs 3a UStG) und müssen seit 2023 Verkäufer und Umsätze an die Finanzverwaltung melden (DAC7, Digitale Plattformen-Meldepflichtgesetz).

Für die Buchhaltung heißt das: je Kanal eigene Abrechnungen, Gebührenabzüge und Zahlungsströme, die mit Bankkonto und Zahlungsdienstleistern abzustimmen sind. Kanzleien mit Handelsklienten setzen dafür Schnittstellen ein, die Verkaufs- und Gebührenberichte automatisch in die Buchhaltung übernehmen.

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