Dropshipping
Dropshipping ist ein Handelsmodell, bei dem der Händler Waren im eigenen Namen verkauft, ohne sie selbst zu lagern: Die Bestellung geht an den Hersteller oder Großhändler, der die Ware direkt an den Endkunden versendet.
Umsatzsteuerlich liegt ein Reihengeschäft vor: Zwei Lieferungen, vom Lieferanten an den Händler und vom Händler an den Kunden, bei nur einer Warenbewegung. Nur eine der beiden Lieferungen ist die bewegte Lieferung, deren Ort sich nach dem Beginn der Beförderung richtet; die andere ist dort steuerbar, wo die Ware liegt (§ 3 Abs 15 UStG).
Kommt die Ware aus einem Drittland direkt zum österreichischen Privatkunden, fallen Einfuhrumsatzsteuer und bei Warenwerten über 150 Euro auch Zoll an; für Sendungen bis 150 Euro kann der Händler die Einfuhrumsatzsteuer über den Import-One-Stop-Shop erklären, sonst zahlt sie der Kunde beim Paketdienst (Stand Oktober 2026). Verkauft eine Plattform die Drittlandsware im Auftrag des Händlers, gilt sie selbst als Lieferer (§ 3 Abs 3a UStG).
Weil Rechnung, Zahlung und Warenweg auseinanderfallen, verlangt Dropshipping in der Buchhaltung eine saubere Dokumentation jeder Lieferkette; Kanzleien prüfen vor allem, ob sich der Händler in Lager- oder Bestimmungsländern registrieren muss.
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