Rendite
Die Rendite (englisch Yield) ist der Ertrag einer Kapitalanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, üblicherweise als Prozentsatz pro Jahr: Zinsen, Dividenden, Mieterträge oder Kursgewinne, bezogen auf Kaufpreis oder Marktwert der Anlage.
Je nach Fragestellung werden verschiedene Renditen berechnet: die laufende Rendite aus den jährlichen Erträgen, die Gesamtrendite inklusive Wertänderung, bei Anleihen die Rendite bis zur Fälligkeit und bei Immobilien die Brutto- und Nettomietrendite nach Abzug der Bewirtschaftungskosten. Eine Wohnung um 300.000 Euro mit 12.000 Euro Jahresmiete bringt brutto 4 Prozent, nach 3.000 Euro Kosten netto 3 Prozent.
Steuerlich zählt die Rendite nach Abzug der Abgaben: Zinsen aus Sparbüchern unterliegen 25 Prozent Kapitalertragsteuer, Dividenden, Fondserträge und Kursgewinne 27,5 Prozent, Mieterträge dem progressiven Einkommensteuertarif (Stand Oktober 2026). Von 1.000 Euro Dividende bleiben 725 Euro, eine Bruttorendite von 4 Prozent sinkt damit auf 2,9 Prozent.
In der Steuerberatung spielt die Rendite bei der Beurteilung von Anlagen im Betriebsvermögen, bei der Liebhabereiprüfung von Vermietungen und bei der Abzinsung langfristiger Rückstellungen eine Rolle.
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