Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis ist die Zwischensumme der Gewinn- und Verlustrechnung, die den Erfolg aus der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit zeigt: Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Material- und Personalaufwand, Abschreibungen und sonstiger betrieblicher Aufwendungen, vor dem Finanzergebnis und vor Steuern (§ 231 UGB).
Es beantwortet die Frage, ob das Kerngeschäft Geld verdient, unabhängig davon, wie das Unternehmen finanziert ist und welche Steuern es zahlt; international entspricht ihm weitgehend die Kennzahl EBIT (Earnings before Interest and Taxes). Ein Handelsbetrieb mit 2 Millionen Euro Umsatz, 1,2 Millionen Euro Wareneinsatz und 600.000 Euro übrigen Betriebsaufwand hat ein Betriebsergebnis von 200.000 Euro, eine Umsatzrendite von 10 Prozent.
Aus Betriebsergebnis und Finanzergebnis entsteht das Ergebnis vor Steuern, nach Abzug der Steuern vom Einkommen das Jahresergebnis. Banken und Prüfer vergleichen das Betriebsergebnis über mehrere Jahre und mit der Branche; Einmaleffekte wie Anlagenverkäufe oder aufgelöste Rückstellungen rechnen sie dabei heraus, weil sie das operative Bild verzerren.
Für Kanzleien ist das Betriebsergebnis die Kennzahl, mit der sie Klienten den Unterschied zwischen gutem Geschäft und teurer Finanzierung erklären.
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