Elektronische Schnittstelle
Eine elektronische Schnittstelle ist ein festgelegter Übergabepunkt, über den zwei Programme oder Systeme Daten in einem vereinbarten Format und nach einem vereinbarten Ablauf austauschen; technisch meist eine API (Application Programming Interface) oder ein standardisiertes Dateiformat.
In der Steuer- und Rechnungswesenpraxis verbinden Schnittstellen die Kanzleisoftware mit Bankkonten (Kontoauszüge im CAMT-Format), Online-Shops und Marktplätzen, Registrierkassen, Lohnverrechnung und Zeiterfassung sowie mit den Behörden: FinanzOnline nimmt Erklärungen und Jahresabschlüsse über definierte Datenstromverfahren entgegen, die Sozialversicherung Meldungen über ELDA.
Das Umsatzsteuergesetz verwendet den Begriff zusätzlich in einem engeren Sinn: Betreiber einer elektronischen Schnittstelle, also Marktplätze und Plattformen, die Lieferungen vermitteln, gelten bei bestimmten Fernverkäufen aus Drittländern selbst als Lieferer und haben Aufzeichnungspflichten (§ 3 Abs 3a, § 18 Abs 11 UStG).
Für Kanzleien ist die Qualität der Schnittstellen entscheidend für den Automatisierungsgrad: Je mehr Daten strukturiert ankommen, desto weniger wird manuell erfasst.
Elektronische Schnittstelle in der Praxis?
Entdecken Sie passende Stellen aus der Steuerbranche auf taxfinder.